Buchvorstellung: Corporate Transparency – Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbs-Vorteile erzielen

Wir stellen Ihnen mit „Corporate Transparency – Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen“ von Volker Klenk und Daniel Hanke ein Sammelband vor, das sich mit dem Thema Transparenz auseinandersetzt. Für Unternehmen sind die Faktoren Vertrauen und Transparenz heute wichtiger denn je. Nicht zuletzt verschiedene in der breiten Öffentlichkeit diskutierte Skandale – schlechte Arbeitsbedingungen, Lohndumping, Korruption – haben dazu geführt, dass die Themen Transparenz, Corporate Responsibility und Compliance heute immer mehr Bestandteil der Unternehmenskultur werden. Dazu haben auch die Sozialen Medien beigetragen, die Kommunikation in Echtzeit ermöglichen. Theoretisch kann heute von nahezu jedem Fleck der Welt auf Missstände aufmerksam gemacht und durch die weltweite Vernetzung in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit von Millionen Rezipienten aufgerufen und weiterverbreitet werden. Damit einher geht eine Kulturveränderung: Unternehmerisches Handeln ist per se öffentlich. Unternehmerische Transparenz wird heute mehr und mehr auch von Kunden, Lieferanten, Aktionären, Gewerkschaften, Politikern, etc. eingefordert. Transparenz soll dabei nicht lediglich als Mittel zum Selbstzweck begriffen werden, denn meistens reagieren Unternehmen nur situativ auf den öffentlichen Druck eines Akteurs und stellen in der Folge nur zu einzelnen Aspekten ihres unternehmerischen Handelns Transparenz her. Die Herausgeber des Buchs „Corporate Transparency“ argumentieren daher für eine freiwillige Transparenz, die zudem langfristig Wettbewerbsvorteile sichert und ausbaut.
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Aufbau des Buches
Das Buch „Corporate Transparency“ untergliedert sich in einen Theorie- und einen Praxisteil, in dem insgesamt 15 Autoren zu Wort kommen. Im ersten Teil wird eine wissenschaftliche Annäherung an das Theoriekonstrukt „Corporate Transparency“ unternommen. Dabei wird mitunter eine Sprache gewählt, die an der einen oder anderen Stelle, doch etwas sehr „wissenschaftlich“ daher kommt und so nicht unbedingt für die Lektüre unterwegs geeignet ist. Die Beiträge beschäftigten sich dabei mit der Bedeutung für den Organisationsaufbau, die Finanzmarktkommunikation, Unternehmenswerte, Wirtschaftskriminalität und als Bedingung für erfolgreiche Krisenprävention. Im zweiten Praxisteil beschreiben Kommunikationsmanager von SAP, McDonald`s, Adidas, Novo Nordisk, BASF im Sinne von Best Practice-Beispielen die verschiedenen Sichtweisen, Beweggründe und Umsetzungen von Transparenz.
Dabei wird Autorenübergreifend die Ansicht geteilt, dass Transparenz nicht nur alleine von der Unternehmenskommunikation getragen werden kann, sondern nur dann erfolgreich ist, wenn sie querschnittsübergreifender Bestandteil der Unternehmenskultur ist. Transparenz muss – damit sie zur Vertrauensbildung beiträgt – zum Selbstverständnis des Unternehmensalltags werden und dort in allen Facetten und allen Beteiligten „gelebt“ werden.
Fazit
Das Buch bietet einen guten Einstieg in die Thematik „Corporate Transparancy“. Besonders die Praxisbeispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, sich dem Thema Transparenz anzunehmen und es nachhaltig und umfassend in die Unternehmensstrategie einzubinden. Lesenswert fand ich dabei den Beitrag von Matthias Mehlen, der den Bewusstseinswandel bei Mc Donald`s beschreibt und hervorhebt, dass der eingeschlagene Kurs des transparenten Dialogs mit allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen zu einer Verbesserung des Vertrauens und der Akzeptanz in das Unternehmen geführt hat. Aber auch der Beitrag von Elisabeth Schick von BASF ist sehr zu empfehlen, da sie sehr eindrucksvoll über die verschiedenen – mitunter auf lokaler Ebene angesiedelten – Aktivitäten berichtet, wie z.B. dem Nachbarschaftsforum, zur Herstellung von Transparenz eines Chemiekonzerns und darauf hinweist, dass es neben einer freiwilligen Selbstverpflichtung auch darauf ankommt, auf Augenhöhe mit den verschiedenen Akteuren zu kommunizieren, um auch komplexe Themen transparent und nachvollziehbar zu machen.
Zu beziehen ist das Buch „Corporate Transparency“ über amazon.de

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