Wie Facebook half einen Überfall aufzuklären

Aufregung in unserem kleinen Ort – am späten Montag Nachmittag sahen wir einen Hubschrauber über den Feldern und dem Wiesensee unseres Nachbarortes Hemsbach kreisen. Dank Internet konnte ich nachlesen, dass es keinen Badeunfall gegeben hatte, sondern dort zeitgleich der Rewe- und Lidl-Markt überfallen und Angestellte mit Pfefferspray besprüht worden waren. Die Polizei fahndete also auch mit Hubschraubern nach den Männern, die Richtung Wiesensee geflüchtet sein sollten.

Gestern erzählte meine Tochter, dass sie in der Schule erfahren hatte, dass die beiden abends noch im Ziegeneiscafé unseres Ortes festgenommen worden sein sollten. Wir holten uns dort gestern Nachmittag ein Eis – das selbstgemacht und wirklich nur zu empfehlen ist –  und ich fragte nach, ob das Gerücht wahr sei.

Die Bedienung bestätigte den Vorfall und erzählte, dass der junge Mann, der am Montag Nachmittag im Eiscafé bediente, über Facebook von dem Überfall erfahren und die Täterbeschreibung gelesen hatte. Als die beiden bei ihm Eis bestellt und er sich mit seiner Kollegin über die Täterbeschreibung unterhalten hatte, rief er vorsichtshalber die Polizei an, die die beiden dort festnahm.

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Am Dienstag erhielten Sie die Bestätigung, dass bei den kriminaltechnischen Untersuchungen der Tatorte laut Polizei Spuren gesichert wurden, die einem der Verdächtigen zugeordnet werden konnten.

Bedeutung für die Unternehmenskommunikation
Schnelle Kommunikation und Information zahlt sich natürlich nicht nur bei der Verbrechensbekämpfung aus. Dieses Beispiel zeigt einfach wieder eindrucksvoll, welche Vorteile die schnelle Informationsweitergabe haben kann – auch in der Unternehmenskommunikation.

Schnelligkeit
Auch wenn Unternehmen oft noch Angst vor zu viel Transparenz als Folge eines Social Intranet haben, ist Schnelligkeit für Unternehmen ein bedeutender Vorteil. Wenn Unternehmen durch eine transparente Struktur schneller eine Situation überblicken und auf entsprechende Zahlen oder Experten zugreifen können, sind sie der Konkurrenz gegenüber im Vorteil.

Mitarbeitermotivation
Und wenn Mitarbeiter ehrlich und offen in alle Geschehnisse des Unternehmens miteinbezogen werden, stärkt das ihre Verbundenheit und fördert die Mitarbeitermotivation und das Verständnis für Maßnahmen.

Gefahrenabwehr
Wie das oben genannte Beispiel zeigt, können außerdem negative Entwicklungen früher erkannt und bekämpft werden. Denn dadurch, dass Geschäftsabläufe oder Projektergebnisse fortlaufend beobachtet werden können, findet eine Selbstkontrolle statt, die als Frühwarnsystem für mögliche Gefahren gelten kann.

Social Media Monitoring
Zur Gefahrenabwehr gehört natürlich ein entsprechendes Monitoring. Hätte der junge Mann die Meldungen der Weinheimer Nachrichten auf Facebook nicht abonniert und verfolgt, hätte er von dem Überfall und der Täterbeschreibung nichts mitbekommen. Genauso müssen Unternehmen beobachten und verfolgen, wie sich Kunden in Sozialen Netzwerken äußern, um unberechtigte oder falsche Bewertungen zu erkennen und angemessen reagieren zu können.

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Eine Antwort zu “Wie Facebook half einen Überfall aufzuklären

  1. Pingback: Social Media ermöglicht der Polizei mehr Bürgernähe und Transparenz | ICOM·

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