Erfolgsfaktoren für gelebtes „Social Business“

Im lesenswerten Interview “Bislang nur taktische Experimente im Enterprise 2.0″ von silicon.de erklärt Tim Miksa, CEO der Strategieberatung netmedia, warum der Business-Effekt von Social oft hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Gleichzeitig beschreibt er dabei die Erfolgsfaktoren, damit der Einsatz sozialer Plattformen in Unternehmen funktioniert, die wir aufgrund unserer Projekterfahrungen genauso sehen.
Enterprise 2.0

Quelle: Paul Downey, flickr Creative Commons, http://goo.gl/DOyq8

Die Erfolgsfaktoren lauten:
•    Social Business ist kein IT-Projekt, da es dabei nicht primär um Technologie geht. Für Social Business ist vielmehr ein kultureller und organisatorischer Wandel in Unternehmen notwendig. Miksa sagt dazu „Unternehmen werden erst dann Social arbeiten, wenn sie anfangen, Social zu denken“.
•    Für ein vernetztes Zusammenarbeiten im Unternehmen sollten Arbeitsweisen überdacht werden. Die Fragestellung dazu lautet: „Was hilft dem einzelnen Mitarbeiter, seine tagtägliche Arbeit einfacher, effektiver und mit mehr Spaß zu erledigen?“
•    Social Business sollte über konkrete Szenarien eingeführt werden, um die Mitarbeiter dafür zu begeistern und den schlechten Ruf loszuwerden, den IT-Projekte zur besseren Zusammenarbeit sonst bei den Mitarbeitern besitzen.
Nachdem in Unternehmen eine Bereitschaft für Zusammenarbeit festgestellt werden konnte, müssen Nutzen-stiftende Anwendungsfälle für die Nutzer entwickelt werden.
•    Die Verantwortung bei der Einführung von Social Business sollte nicht an eine einzelne Abteilung delegiert werden, die sich nur in ihrem Fachbereich auskennt. Die IT bspw. kennt nicht alle Unternehmensziele, um aus den Einzelanforderungen mehrerer Abteilungen ein einheitliches strategisches Vorgehen zu machen. Der Fokus der Kommunikationsabteilungen liegt noch auf Verbreiten statt auf Moderieren und Vernetzen.
•    Sinnvoll ist laut Miksa dagegen ein “Management-Sponsor”, der das Thema im Unternehmen vorantreibt. Er hat eine individuelle Strategie zu entwickeln, „die zum einen die langfristige Vision für das eigene Social Business bietet, aber auch die wichtigsten, geschäftsrelevanten Anwendungsfälle und die konkrete Roadmap für die Transformation beinhaltet“.
•    Abgestimmte Kommunikations- und Motivationsmaßnahmen sollten die Einführung begleiten, Gamification könnte eine begleitende Maßnahme sein.
•    Die Forderung, dass das Management Social vorleben muss ist nach Miksa gerade bei größeren Unternehmen nicht realistisch aber auch nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist, dass das Management als Treiber des Social Business sichtbar wird, dazu reichen oft schon kleine Maßnahmen, „wie z. B. ein Lob an das Projektteam beim erfolgreich Projektabschluss – die statt per Email jetzt auf der Social Plattform gepostet werden können und große Wirkung erzielen“.

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