Die wichtigsten Medien der Internen Kommunikation

Das Intranet und die Mitarbeiterzeitung sind die wichtigsten Medien im internen Kommunikationsmix. Es sind auch die Medien, die über den höchsten Bekanntheitsgrad verfügen, das ist das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung in einem weltweit tätigen Unternehmen mit mehr als 70.000 Mitarbeitern.

Insbesondere Führungskräfte und Mitarbeiter aus indirekten Bereichen nennen das Intranet als wichtigstes Medium, um sich über das Unternehmen zu informieren. Mitarbeiter aus fertigungsnahen Bereichen, die häufig über keinen eigenen bzw. direkten Zugang zu einem PC verfügen, tendieren eher zur Mitarbeiterzeitung, um ihren Informationsbedarf zu decken. Ein weiteres Ergebnis aus der Befragung zeigt, dass sich Mitarbeiter häufig nur unzureichend von ihren Führungskräften informiert fühlen.

Social-Elemente werden immer wichtiger

Gerade beim Intranet wird deutlich, dass Mitarbeiter zunehmend die Einführung von Dialogelementen, wie Wikis, Foren und Kommentarfunktionen zur besseren Vernetzung befürworten. Zwar nutzen die Mitarbeiter das Intranet, um sich über aktuelle Unternehmensthemen zu informieren, sind aber mit dem Informationsangebot eher weniger zufrieden. Durch die sukzessive Einführung interaktiver Elemente kann nicht nur die Nutzung und die Akzeptanz weiter gesteigert, sondern auch die Zusammenarbeit und das Wissensmanagement innerhalb des Unternehmens verbessert werden. Damit die Mitarbeiter einen essentiellen Mehrwert zur Mitarbeiterzeitung erkennen, ist es wichtig, dass Informationen tagesaktuell angeboten werden.
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Quelle: http://www.flickr.com/photos/albertogp123/5843577306/sizes/m/in/photostream/

Hohe Akzeptanzwerte für die Mitarbeiterzeitung

Die Mitarbeiterzeitung genießt im internen Kommunikationsmix weiterhin einen hohen Stellenwert als zentrales, konzernweites Medium. Die Befragung zeigt, dass sie im Vergleich zum Intranet zwar weniger wichtig ist, aber in der Gesamtzufriedenheit und in der emotionalen Bindung vorne liegt. 78% der Mitarbeiter geben an, die Mitarbeiterzeitung zu nutzen. Gründe für die hohe Akzeptanz liegen in diesem Fall in der inhaltlichen Ausgestaltung, Informationsaufbereitung, der Verständlichkeit, dem zielorientierten Themenmanagement, aber auch in der hohen Glaubwürdigkeit der Zeitung. Trotzdem sollten die Kommunikationsverantwortlichen darauf achten, dass auch über kritische Themen glaubwürdig und objektiv berichtet wird. Kritisiert wird, wenn die Mitarbeiter nicht ausreichend zu Wort kommen.

Führungskräftekommunikation – bleibt ein sensibles Thema

Auffällig ist die Diskrepanz in der Einschätzung der Führungskräftekommunikation – während die Führungskräfte mehrheitlich den Dialog mit ihren Mitarbeitern als eine ihrer wesentlichen Aufgaben  (76%) begreifen, fühlen sich die Mitarbeiter oftmals nur unzureichend informiert (40%). Eine Einschätzung, die wir in letzter Zeit häufiger beobachten. Seitens der Mitarbeiter wird gefordert, dass die Führungskräfte intensiver  und besser mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. Führungskräfte sollten dahingehend sensibilisiert werden, dass sie ihrer Rolle als Kommunikatoren gerecht werden. Hierfür bedarf es der Unterstützung durch die Unternehmensleitung. Aus der Befragung geht hervor, dass sich die Führungskräfte mehr Unterstützung durch die Führungsebene bei der Versorgung mit Informationen, Argumentarien und Instrumenten zur Kommunikation wünschen. Dies ist die essentielle Voraussetzung, für einen verbesserten Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Hilfreich können an dieser Stelle die zielgruppenspezifische Aufbereitung von Informationen oder die Implementierung einer Plattform sein, auf der sich die Führungskräfte untereinander austauschen können.

Fazit

Eine gute und transparente Mitarbeiter- und Informationspolitik ist die Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Dafür ist es wichtig, die Kommunikationsbotschaften nicht nur über einen Kanal zu spielen. Die Umfrage hat gezeigt, dass Mitarbeiter zunehmend Dialogelemente für das Intranet fordern,  ohne jedoch auf die Mitarbeiterzeitung verzichten zu wollen. Gerade die Mitarbeiterzeitung ist für fabriknahe Mitarbeiter immer noch das Medium der Wahl, um sich über das Unternehmen zu informieren. Der Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern verdient besondere Aufmerksamkeit. Das Funktionieren der Informationskaskade ist immer abhängig von der Sprachfähigkeit der Führungskräfte. Hier ist es wichtig, die Führungskräfte als Botschafter zu gewinnen, sie mit den relevanten Informationen auszustatten und in der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern zu unterstützen. Nur Unternehmen, deren Kommunikation nach innen stimmig ist, werden auch erfolgreich extern kommunizieren können.

 

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