Buchtipp „Praxishandbuch Employer Branding“ von Wolf Reiner Kriegler

Wie es der Titel des Buches „Praxishandbuch Employer Branding“ verspricht, hat der Autor Wolf Reiner Kriegler seine Praxis-Erfahrungen, die er im Laufe von 13 Jahren zu diesem Thema gesammelt hat, in diesem Buch aufgeschrieben. Der Autor ist Geschäftsführer der von ihm 2006 gegründeten Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) in Berlin.

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Aufbau des Buches
Das Buch beschreibt in 18 Schritten einen idealtypisch aufgebauten Employer-Branding-Prozess, der als orientierender Leitfaden betrachtet werden soll – denn „Employer Branding ist keine Gerade“, wie Kriegler bemerkt. Es vollzieht sich immer in einem Spannungsfeld struktureller, prozessualer, psychologischer und unternehmenspolitischen Rahmenbedingungen. Unternehmen können die Bausteine daher auf ihre individuelle Situation anpassen.

Ziel des Buches ist zu zeigen, wie man wirklich eine „Arbeitgebermarke“ wird. Auch wenn Employer Branding gern als „Marketing“ verstanden wird, so ist es ein Prozess der Organisationsentwicklung, der Identitätsentwicklung und erst nachgelagert ein Prozess des Marketings.

So gehören zu den ersten Schritten nach der Projektvorbereitung die Analyse der internen Rahmenbedingungen und Erhebung der Sollperspektive, die Erarbeitung der Positionierungsstrategie und des Kommunikationskonzepts. Erst nach der Verankerung der Arbeitgebermarke in der Organisation, kann die externe Kommunikation der Arbeitgebermarke in Schritt 14-17 folgen. Die letzten beiden Schritte befassen sich mit der Steuerung und Messung der Arbeitgebermarke und der Entwicklung von Kennzahlen. Das letzte Kapitel enthält eine Sammlung von Fallstudien und Interviews, herausgestellt werden jeweils „Erfahrungen, Lerneffekte, Tipps“.

Besonderheiten des Buches
Das Buch ist verständlich geschrieben, logisch aufgebaut und  mit vielen Schaubildern bebildert. Was es aus unserer Sicht auszeichnet ist seien Realitätsnähe. Dazu gehört z.B. die Faustregel, dass es drei bis fünf Jahre konsequentes Employer Brand Management benötigt, bis sich das klare Vorstellungsbild etabliert hat und man der Arbeitgebermarkenbildung Zeit geben muss. Oder dass das Commitment der Geschäftsleitung und die rechtzeitige Einbindung anderer Kollegen, Abteilungen und Entscheider, eine Schlüsselrolle für den Erfolg darstellen. Auch die Feststellung, dass gerade in der Analyse von Kultur, Identität und gelebten Werten der geschulte Blick von außen mehr sieht, als der eigene. Trotzdem ermöglicht es das Buch ein Handlungsleitfaden für die selbständige Durchführung zu sein und empfiehlt für diesen Fall zumindest einen externen Sparringspartner, der Ergebnisse kritisch kommentieren und Impulse geben kann.

Das Buch bietet zudem Online-Arbeitshilfen an, wie Checklisten zum Projektstart oder Leitfaden zur Budgetplanung, die über die Eingabe des Buchcodes auf der Website erreicht werden können.

Das Buch ist reich an praktischen Details und veranschaulichenden anonymen Unternehmensbeispielen. Wir können die Lektüre nur empfehlen!

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