Social Media Trends für 2013

HubSpot, Anbieter einer „All-in-one“ Marketing Software hat das Ziel, sich mit Hilfe von Blogs, Podcasts, Videos und Socia-Media-Marketing die Aufmerksamkeit der Kunden zu verdienen. Aus ihrer Studie „20 Marketing Trends and Predictions for 2013 and beyond“ greifen wir ein paar Trends heraus, die auch für die Unternehmenskommunikation interessant sind. In unserem aktuellen ICOM Quarterly haben wir uns bereits mit den großen gesellschaftlichen Megatrends und ihrer Bedeutung für die Kommunikation befasst.

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Quelle: ©flickr.com/photos/problemkind

Vorhersage Nr. 1: Kampagnen verblassen, Echtzeit-Marketing kommt.
Aussage von David Meerman Scott: „In 2013, buyers instantly engage with brands on their Websites, talk back via social media like Twitter and Facebook, and follow breaking news in the markets they are interested. The old model of marketing built on a company timeline doesn’t work so well but after decades of “campaigns” planned way in advance, it’s difficult for marketers to change to a mindset based on speed“.

In der Unternehmenskommunikation musste man schon immer sofort auf aktuelle Themen reagieren. Trotzdem nimmt im Zeitalter von Social Media die Geschwindigkeit zu, mit der sich schlechte Nachrichten und Gerüchte verbreiten können. Auf diesen Kanälen in Echtzeit reagieren zu können, ist für manche Unternehmen immer noch eine Herausforderung. Sich darauf vorzubereiten ist unerlässlich und sollte nächstes Jahr auf der Prioritätenliste stehen.

Vorhersage Nr. 2: Inbound Marketing („Beschaffungsmarketing“) wächst unternehmensweit.
Im Jahr 2013 wird Marketing nicht mehr als eigene Abteilung erhalten bleiben. Jede Interaktion des Vertriebs und Kundendiensts, sowie von HR, Forschung und Entwicklung, Buchhaltung etc., die online stattfindet, ist ein Weg, um die Marke, die Produkte oder Dienstleistungen zu fördern. Als Ergebnis wird aus fast jedem Mitarbeiter ein „Inbound-Vermarkter“.

Ganz unsere Rede – die Möglichkeiten, die sich durch Social Media ergeben, sind nicht nur für Kommunikation und Marketing von steigender Bedeutung. Unser Credo lautet: Employee Branding vor Employer Branding: Die Mitarbeiter-Loyalität gilt es durch die Verankerung einer starken Arbeitgeberidentität im Unternehmen zu steigern – um so die Mitarbeitern als Unternehmensbotschafter zu befähigen.
Für den Außendienst eines Finanzdienstleisters führen wir z.B. eine Workshop-Reihe durch, in der es darum geht, wie Know-how aufgebaut wird, um Vertriebsmitarbeiter fit für die Kundenpflege 2.0 und das Rekrutieren von pfiffigem Vertriebsnachwuchs zu machen. Die Vertriebsmitarbeiter üben zunächst intern, mit diesen Tools umzugehen, bevor sie sie in der Kommunikation mit Kunden einsetzen.

Vorhersage Nr. 6: „Be mobile or fall behind“
2012 wurden mehr Smartphones als PCs gekauft. 2013 werden Marketingexperten mobile Anwendungen daher auf die Prioritätenliste ihrer Strategie setzen. Investitionen in die Optimierung der Webseiten für mobile Anwendungen werden fortgesetzt und wie auch die Integration mobiler Anwendungen in Marketingkampagnen.

Die Optimierung von Webseiten und E-Mails im Hinblick auf die Nutzung durch mobile Endgeräte ist daher auch für die Unternehmenskommunikation zu berücksichtigen.

Vorhersage Nr. 7: Soziale Medien und Inhalte haben stärkere Auswirkungen auf SEO
Im Laufe der Jahre ging es bei der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) darum, alle Tricks in Bezug auf Keywords und Tags zu kennen. Bei der SEO von morgen geht es weniger um die richtigen Keywords. Statt dessen geht es mehr darum, wirklich gute, originelle Inhalte zu schaffen, die gern gelesen und geteilt werden.
Dazu sagt Rand Fishkin: “…In the past 24 months, we’ve seen the overlap between search, social, and content increase at a rapid pace, spurred on by innovations from the search engines, and reinforced by the correlations of social sharing and linking/ranking behavior. In 2013, I expect to see many of the most successful marketers treat these practices not as disparate channels, but as optimizable elements of a whole.”

„Content is king“ – keine Frage. Für die Schaffung interessanter Inhalte, die gern gelesen werden und authentisch wirken ist u.a. das Storytelling ein weiterhin sehr wichtiges Element der Unternehmenskommunikation, das noch verstärkt eingesetzt werden kann.

Vorhersage Nr. 11: Marketing spricht wie ein Mensch
Unternehmen werden mit Hilfe von Storytelling eine Persönlichkeit entwickeln. Unternehmen erhalten dadurch ein „Gesicht“ und das Vertrauen zwischen Unternehmen und Verbrauchern wird weiter wachsen.
Nick Johnson: „The advent of social media has meant that the world of separate internal and external messaging has disappeared. If a customer talks to your Customer Service department, they expect the same response they’d get if they talk to marketing, or sales, or engineering. Creating a unified external face is critical. If you want to build long-term relationships, you’ve got to have a consistent, human voice – coming from all levels of your organization.”

Hier haben wir es wieder – Kommunikation braucht abgestimmte Botschaften durch aktives Themenmanagement und vor allem informierte und engagierte Mitarbeiter, die wissen, wofür das Unternehmen steht und mit einer Stimme sprechen können. Der Stellenwert der Internen Kommunikation wächst!

Vorhersage Nr. 18: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Der ganze Fokus auf Inhalte bedeutet nicht, dass schriftliche Inhalte die einzig funktionierende Form sind. Webseiten wie Pinterest und Instragram beweisen, dass visuelle Inhalte 1.000 Worte wert sind (bzw. im Fall von Instragram $ 1 Mrd.). Infografiken, Fotos, Videos und andere Formen von Rich-Media werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen, um mehr Informationen schneller verarbeiten zu können.

Fazit:
Die vermehrte Nutzung Sozialer Medien bedeutet Echtzeit-Kommunikation und –Reaktion, Mitarbeiter aller Abteilungen mit Kundenkontakt müssen noch stärker eingebunden und geschult werden. Sie müssen die Richtlinien und die Werte des Unternehmens nicht nur kennen sondern auch verinnerlichen, um als Botschafter im persönlichen Kundenkontakt ein einheitliches, authentisches Unternehmensbild vermitteln zu können. Außerdem spielt die Verpackung der Information mit Hilfe anschaulicher Bilder oder lebendiger (gehirngerechter) Geschichten eine immer wichtigere Rolle, damit sie nicht nur gelesen sondern auch geteilt werden.

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