Spannender Abend bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die GIZ war in der vergangenen Woche Gastgeber der networking nite: Ein spannender Abend mit Fokus auf dem Thema Führungskräftekommunikation und der Begleitung von Change-Prozessen.

GIZ

Bildnachweise: “Nick Clegg and Vince Cable” von bisgovuk, Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Andreas Voß (JP|KOM) spricht lieber von Transformationsprozessen als von Veränderungsprozessen und will damit zum Ausdruck bringen, dass es in Unternehmen nicht das eine Veränderungsprojekt gibt. Unternehmen befinden sich vielmehr in einem permanenten Wandlungsprozess, da sich die Technik ebenso verändert, wie die Bedürfnisse der Zielgruppen und die Ausrichtung der Wettbewerber. Um sich als Unternehmen in diesem ständigen Wandel entsprechend zu positionieren, gilt es Prozesse im Unternehmen zu etablieren, mit denen der Wandel gestaltet werden kann.

Dass solche Transformationsprozesse immer wieder auch scheitern, liegt nicht selten an der „Skepsis der Leitwölfe“, also dem mittleren Management als Vermittler zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern. Die Vermittlungsrolle stellt die Führungskräfte vor keine leichte Aufgabe. Sie müssen die Entscheidungen der Unternehmensleitung umsetzen, aber auch die Hintergründe und den Nutzen der Entscheidungen an die Mitarbeiter vermitteln. Dabei ist nicht nur fachliche Kompetenz gefragt, sondern insbesondere kommunikative Qualitäten, um die Sprache des Vorstands in die der Mitarbeiter zu übersetzen. Um diese Kommunikationsfähigkeiten zu fördern und weiter auszubauen, schlägt Voß die Einführung von Führungskräfte-Netzwerken vor. Es ist eine neue Arena für Führungskräfte, die die „Stärke schwacher Bindungen“ nutzt. Fünf bis zehn Führungskräfte aus unterschiedlichen Hierarchieebenen und Unternehmensbereichen, die bisher kaum Berührungspunkte im Arbeitsalltag hatten, bilden ein Führungs-Netzwerk. Jedes dieser Netzwerke behandelt ein zentrales Themenfeld des Unternehmens (Sales, Finance-Department, Forschung&Entwicklung etc.) gleichzeitig werden mit der Unternehmensleitung klare Ziele vereinbart, die innerhalb der Netzwerke gelöst werden.

Ein interessanter Ansatz, der sich jedoch auf den ersten Blick wenig von den bisher üblichen interdisziplinären Projektgruppen unterscheidet. Es bleibt spannend, zu beobachten, wie sich dieses Konzept weiterentwickelt.

 

Werkstatt-Bericht von Angela Helfer

Der Werkstatt-Bericht von Angela Helfer, die die Interne Kommunikation der GIZ leitet, bot Einblicke in die Praxis der Führungskräftekommunikation. Die großen Herausforderungen, die sich aus der Fusion der GTZ, DED und InWEnt zur GIZ ergaben, mussten natürlich auch durch die Interne Kommunikation gestaltet und gelöst werden. Frau Helfer stellte die unterschiedlichen Dialog-Veranstaltungen im Unternehmen vor und unterstrich, wie die Veränderungen in der Gesellschaft nicht zuletzt durch Kommunikationsmaßnahmen zum Erfolg geführt wurden.

Gerade bei einem Unternehmen wie der GIZ, das weltweit mit Standorten und Projekten vertreten ist, ist das Thema Online-Kommuniation ein sehr wichtiger Aspekt. Allerdings machen es die Online-Bandbreiten in den Entwicklungsländern, in denen die GIZ-Teams hauptsächlich aktiv sind, nicht leicht Web 2.0-Tools zur Unterstützung von Kommunikationsprozessen einzusetzen. Als ein Beispiel für die Anwendung wurde der regelmäßige Video-Live-Talk mit dem Vorstand vorgestellt. Hierbei haben die weltweit verstreuten Projekt-Teams die Möglichkeit, direkte Fragen an das Management zu richten.

Generell ist die Etablierung von Web 2.0-Tools immer auch eine Herausforderung – nicht nur für die Technik, sondern auch für die Mitarbeiter, die wenig Übung in der Anwendung haben. Hier gilt es, in den nächsten Monaten und Jahren eine entsprechende Medienkompetenz in den Unternehmen aufzubauen.

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